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…wenn der Neue mit dem Alten nicht kann …
Mit den neuen Führungskräften weht ein neuer Wind. Selbstverantwortlich sollen
die Mitarbeiter sein. Und gezielter eingesetzt werden. Einiges wird verändert. Der Prozess wird von einem Spezialisten begleitet.
Zwei Jahre später: Die Vorgesetzten sind nicht zufrieden. Von
Selbstverantwortlichkeit sind alle weit entfernt. Etwas muss geschehen.
Zusätzlich möchten die Führungskräfte den Bereich noch einmal umstrukturieren.
Drei Abteilungen sollen entstehen: ein Back-Office, ein Schreibbüro und ein Service-Center. In zwei Bereichen soll zusätzlich Gruppenarbeit installiert werden. Kein einfacher Prozess. Schon gar nicht
unter dem schlechten Licht der Mitarbeiterbefragung.
Eine Maßnahme wird nun gesucht, die Klarheit bringt, wo das eigentliche Problem
liegt und dieses behebt. Sie soll sie eine gute Beziehung zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten bewirken, als auch den neuen Veränderungsprozess ermöglichen und begleiten.
Phase 1 Bereits im Vorgespräch wird deutlich, dass ein Loyalitätskonflikt
vorliegen könnte. Sowohl die Beschreibung des Übergangs von alter zu neuer Führungsriege als auch die beobachteten Verhaltensweisen der Mitarbeiter legen die Vermutung nahe, dass die Meinung machenden
Mitarbeiter weiterhin dem früheren Chef “die Treue halten”.
Phase 2a Es finden Interviews mit allen Führungskräften und jeweils 2
gewählten Mitarbeitern aus den schon gebildeten Gruppen statt. Die Annahme aus Phase 1 bestätigt sich. Der Loyalitätskonflikt wird außerdem dadurch verschärft, dass die Mitarbeiter sich von einem der
Vorgesetzten nicht gewertschätzt fühlen.
Phase 2b 2-tägiger Workshop mit den Führungskräften aller Ebenen.
Selbstgestellter Auftrag: Analyse der Kommunikations- und Informationsstrukturen, Lösungsansätze, Feedback untereinander: Ein FührungsTEAM werden.
Das Team wagt den Blick in die Vergangenheit: Die Würdigung des Vergangenen hier
nicht statt gefunden wegen persönlicher Differenzen zwischen der neuen und der alten Führungskraft. Verhaltensweisen, die unter dem alten Chef richtig waren, waren unter dem neuen Chef falsch. Die
Mitarbeiter reagieren verunsichert und verletzt. Sie halten verzweifelt an alten Ritualen fest und bleiben so ihrer alten Führungskraft treu. Diese Erkenntnisse gehen in die Lösungsfindung ein.
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